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Orientierung während der Krise: Informationen und Unterstützung

Die hier aufgeführten Informationen und Links werden laufend aktualisiert und dienen der ersten Orientierung. Da sich die Sachlage quasi täglich ändert, sind alle Angaben in diesem Beitrag unter Vorbehalt und ohne Gewähr. Diese Zusammenstellung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und stellt ausdrücklich keine Rechtsberatung dar.

Bitte besuchen Sie zur Ergänzung auch die Sonderseite des Bundesverbands, der zu den Maßnahmen, Hilfspaketen und Angeboten für Solo-Selbstständige und Freiberufler detaillierter und umfassender informiert.

Zur Corona-Sonderseite des BDÜ Bundesverbands

  

Erste Schritte: Wenden Sie sich bei finanziellen Engpässen an Ihre Hausbank. Ihre Hausbank ist in der aktuellen Situation einer Ihrer wichtigsten Ansprechpartner. Melden Sie Umsatzeinbußen sofort bei der Künstlersozialkasse, denn damit sinken auch Ihre monatlichen Beitragszahlungen. Die KSK ist unbürokratisch bereit, fällige Beiträge zu stunden oder ggf. Beitragszahlungen abzusenken. Kontaktieren Sie auch Ihre gesetzliche Krankenkasse und fragen Sie nach, ob eine Beitragsstundung möglich ist. Weitere wichtige Ansprechpartner sind Ihr zuständiges Finanzamt, bei dem Sie erfragen können, ob Steuervorauszahlungen angepasst werden können.

  • Wer sind meine Ansprechpartner in NRW? Informationen und Ansprechpartner für Unternehmen in NRW finden Sie auf der Corona-Sonderseite des Ministeriums für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie für Nordrhein-Westfalen.
  • Wie kann ich Vorauszahlungen zur Einkommenssteuer herab- oder aussetzen? Füllen Sie den Antrag auf Steuererleichterungen (für NRW) aus, um Vorauszahlungen herabsetzen/ausetzen oder Steuerzahlungen stunden zu lassen bzw. Umsatzsteuer-Sondervorauszahlungen erstatten zu lassen. Wenden Sie sich dazu an Ihr zuständiges Finanzamt.
  • Habe ich Anspruch auf Entschädigung, wenn ich in Quarantäne war? Wenn Sie durch eine Quarantäne Ihren Beruf nicht nachgehen konnten, können sich Selbstständige entschädigen lassen. In NRW müssen Sie diesen Antrag (innerhalb von drei Monaten nach Ende der Quarantäne) je nach Wohnsitz direkt beim zuständigen Landschaftsverband Rheinland (LVR) oder Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) stellen.
  • Kann mich auch die NRW.BANK unterstützen? Das Service-Center der NRW.BANK berät Unternehmen in NRW unter 0211/917414800 kostenlos zu passenden Förderprogrammen. Ob für Sie Unterstützung von der NRW.BANK verfügbar ist, erfragen Sie direkt bei der NRW.BANK.

Die Bundesregierung hat diese Maßnahme am 23. März 2020 beschlossen und stellt 50 Milliarden Euro für Klein- und Kleinstunternehmer zur Verfügung. Die Eckpunkte des Programms sehen eine finanzielle Soforthilfe (Einmalzahlung) vor. Ab Freitag, 27. März 2020 (ab 12:00 Uhr) können Sie beim Land NRW einen ANTRAG AUF FINANZIELLE SOFORTHILFE stellen. Um diese Hilfe zu erhalten, müssen Sie bestimmte Voraussetzungen (hier für alle Voraussetzungen klicken) erfüllen. Hier eine Zusammenfassung für Solo-Selbstständige in Kurzform:

  • Wer kann einen Antrag auf die NRW-Soforthilfe stellen? Sie müssen selbstständig oder freiberuflich tätig sein, UND Ihr Hauptsitz liegt in Nordrhein-Westfalen UND Sie haben Ihre Übersetzungs- oder Dolmetschdienstleistungen schon vor dem 1. Dezember 2019 auf dem Markt angeboten. Zudem müssen Sie mit Ihrer selbstständigen Tätigkeit das Haupteinkommen erzielen. (Nebenerwerbs-Selbstständige sind nicht antragsberechtigt.)
  • Welche Finanzierungsengpässe und wirtschaftliche Schwierigkeiten muss ich haben, um die Soforthilfe zu erhalten? Sie erfüllen die Voraussetzung auf Soforthilfe, wenn sich für den Monat, in dem der Antrag gestellt wird, ein Umsatzrückgang von mindestens 50 Prozent verglichen mit dem durchschnittlichen monatlichen Umsatz (bezogen auf den aktuellen und die zwei vorangegangenen Monate) im Vorjahr ergibt, ODER wenn Ihre vorhandenen Mittel nicht ausreichen, um Ihre kurzfristigen Verbindlichkeiten (wie Mieten, Kredite für Betriebsräume, Leasingraten) zu zahlen.
  • Wie hoch ist die Förderung? Die Soforthilfe ist eine einmalige Zahlung, die nicht zurückgezahlt werden muss. Sie ist gestaffelt nach der Zahl der Beschäftigten und beträgt für drei Monate 9.000 Euro für antragsberechtigte Solo-Selbstständige.
  • Wie stelle ich einen Antrag auf Soforthilfe? Der Link zum Antragsverfahren wird am Freitag, 27. März 2020 (ab 12:00 Uhr) HIER auf der Seite des NRW-Wirtschaftsministeriums sowie auf den Webseiten der fünf Bezirksregierungen (Arnsberg, Detmold, Düsseldorf, Köln, Münster) zur Verfügung gestellt. Der Antrag MUSS digital gestellt werden, d.h. der Antrag muss online ausgefüllt und online eingereicht werden. (Per Post eingesendete Anträge werden NICHT bearbeitet.) Alle Anträge werden nach Eingangsdatum bearbeitet.
  • Für den Antrag benötigen Sie Folgendes: ein Ausweisdokument (Personalausweis, Reisepass usw.) UND Ihre Handelsregisternummer (wenn vorhanden) sowie die Angaben Ihres zugehörigen Amtsgerichts UND Ihre Steuernummer sowie die Steuer-ID des Eigentümers UND die Bankverbindung (IBAN und Name der Bank) Ihres Geschäftskontos UND die Art Ihrer freiberuflichen Tätigkeit (Wirtschaftszweigklassifikation).

Sie können Ihren Antrag bis spätestens 30. April 2020 stellen. Der Zuschuss wird als Betriebseinnahme versteuert, d.h., Sie müssen den Zuschuss in Ihrer Steuererklärung für 2020 angeben.


Die Unternehmen-Soforthilfe NRW ist montags bis freitags von jeweils 8:00 bis 18:00 Uhr unter der Telefonnummer 0208/3000439 zu erreichen. Dort können Sie sich telefonisch über Unterstützung für Unternehmen in Nordrhein-Westfalen informieren.

Auf der Website der Finanztipp enthält der – regelmäßig aktualisierte – Artikel Corona: Wie Selbstständige und Unternehmen die Krise überbrücken wertvolle Informationen darüber, welche ersten Schritte Sie bei Auftragseinbruch und Umsatzeinbußen unternehmen sollten.

Welche Hilfen und Maßnahmen kommen für mich überhaupt in Frage? Eine erste Orientierung durch den Dschungel an finanzieller Unterstützung bietet das Tool "Taxy.io", mit dem Sie durch Fragen/Antworten Hinweise für rechtliche, steuerliche und finanzielle Maßnahmen für Ihre persönliche Situation erhalten.


Die Corona-Krise ist nicht nur aufgrund von Social Distancing eine psychische Herausforderung für uns alle. Selbstständige haben auch mit Umsatzeinbußen und Existenzängsten zu kämpfen. Deshalb ist es wichtig, die seelische Gesundheit zu stützen:

Die Deutsche Depressionshilfe empfiehlt daher, den Tag und die Woche zu strukturieren, aktiv zu bleiben sowie den Kontakt zu anderen via Telefon, E-Mail, Videochats u.Ä. aufrechtzuerhalten. Das Vermeiden einer exzessiven Nutzung von Medien wird auch vom Informationsportal zur psychischen Gesundheit und Nervenerkrankungen empfohlen. Beziehen Sie außerdem Ihre Informationen aus vertrauenswürdigen Quellen, wie z.B. die Gesundheitsämter in NRW, das Bundesgesundheitsministerium und das Robert-Koch-Institut.

Die Zeitschrift Psychologie Heute stellt hier eine Reihe von Artikeln kostenfrei zur Verfügung, die sich mit den Themen Angst, Resilienz und Umgang mit Krisen befassen und wertvolle Tipps enthalten.

Auch der BDÜ bietet im April zwei Webinare zum Thema "Resilienz – Kokreativer Workshop, um Krisen zu überstehen" an: ein Webinar richtet sich dabei gezielt an ÜbersetzerInnen und eins an DolmetscherInnen.


Um die Zeit daheim und im Home Office sinnvoll zu nutzen, können Sie von kostenlosen oder vergünstigten Angeboten profitieren. Hier eine kleine Auswahl:

Alle Bücher der BDÜ Weiterbildungs- und Fachverlagsgesellschaft können bis zum 19. April 2020 versandkostenfrei bestellt werden.

Die für den 24./25. April 2020 in Nürnberg geplante Konferenz BP20 Translation Conference findet jetzt komplett online statt. Online-Tickets für das Online-Event sind ab Anfang April erhältlich.

Über die Suchsite Class Central finden Sie Tausende von kostenlosen Onlinekursen (MOOCs) vieler Universitäten weltweit in verschiedenen Sprachen. Darüber hinaus haben die Universitäten Harvard, Princeton und Yale 450 Kurse kostenfrei online gestellt. Die University Boston bietet Übersetzungskurse (Literatur) online und kostenfrei auf ihrer Website.

Der BDÜ bietet drei kostenlose Einsteigerwebinare für Trados Studio sowohl in Deutsch als auch in Englisch. Auch zu memoQ gibt es ein kostenloses Webinar in Deutsch und Englisch.


Trotz Social Distancing können und sollten Sie Kontakt zu Familienmitgliedern, Freunden und Kolleginnen und Kollegen halten. Einige Anbieter von Collaboration-Software bieten zurzeit ihre Produkte kostenfrei an:

Microsoft stellt seine Software "Teams", mit der Mitarbeiter verteilt zusammenarbeiten können, sechs Monate lang kostenfrei zur Verfügung. Mit Zoho Remotely erhalten Sie bis Juli kostenfrei Tools und Werkzeuge (wie Textverarbeitungsprogramm, Projektmanagement-Tool usw.), die die Arbeit im Home Office vereinfachen. Google stellt sein Videokonferenz-Tool "Hangouts" ebefalls bis Anfang Juli frei zur Verfügung. Gruppenchats per Video bietet das Unternehmen Lifesize für sechs Monate kostenlos an.

Nutzen Sie außerdem die Möglichkeit, sich mit anderen ÜbersetzerInnen und DolmetscherInnen auszutauschen. Auf Facebook hat sich vor wenigen Tagen eine Gruppe mit dem Namen Corona-Info für freiberufliche Dolmetscher und Übersetzer gegründet. Sie können sich außerdem auf der für BDÜ-Mitglieder vorbehaltenen Diskussionsplattform MeinBDÜ informieren und austauschen.

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